Ab in den Wald

Für Krebspatienten und deren Angehörige ist ein Waldspaziergang eine wunderbare Möglichkeit, etwas für die Gesundheit zu tun. Dass Bewegung und frische Luft guttun, weiß jeder. Aber warum unbedingt im Wald?

Eine Studie in Seoul zeigt, dass ein Aufenthalt im Wald die Abwehrkräfte stimuliert und bei Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Diabetes hilft (in: VdK-Zeitung, Ausgabe Mai 2016). Nach einem einstündigen Waldspaziergang verbessern sich demnach die Lungenfunktion und die Beweglichkeit der Arterien stärker als nach einem Stadtbummel. Die entspannende Atmosphäre im Wald sowie die gesunde Waldluft haben eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf Organe im menschlichen Organismus.

Ein Grund sind vermutlich ätherische Öle, die die Bäume verströmen. Sie gehören zu den sogenannten Phytonziden, mit denen sich Pflanzen vor Bakterien und Insektenbefall schützen. Sie wirken antioxidativ. Das heißt, sie fangen aggressive Sauerstoffmoleküle ab, die auch die Gefäße schädigen können. Zudem wirken sie entzündungshemmend, was sich positiv auf Lunge und Blutgefäße auswirken kann.

Wissenschaftler in Tokio glauben sogar, dass durch das Gehen im Wald Krebs-Killerzellen aktiviert werden, und dieser Effekt noch mindestens sieben Tage nach den Spaziergängen anhält.

Dass die Entspannung bereits nach fünf Minuten an der frischen Luft einsetzt, entdeckten britische Forscher. Deren Studie zeigt außerdem: Waldspaziergänge steigern das Selbstwertgefühl, heben die Stimmung und bauen Stress ab. Die Wirkung verstärkt sich noch, wenn am Weg ein See liegt oder ein Bach dahinplätschert.

Oft entwickeln Krebspatienten eine besonders ausgeprägte Form der Erschöpfung, die tumorbedingte Fatigue. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums rät zu Bewegung. Sie hilft vielen Betroffenen mehr als Schonung und hat sich als wirksames Mittel gegen Fatigue erwiesen. Studien belegen: Wer aktiv ist, fühlt sich leistungsfähiger und ist weniger erschöpft.

Ich war schon immer besonders gerne im Wald unterwegs. Auch nachdem mein Mann an Krebs erkrankt war, waren wir – so oft es ging – draußen. Wenn möglich im Wald, zur Not im Park. Ich bin davon überzeugt, dass die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft einer der Gründe dafür war, dass er sich nach Behandlungen schnell erholt hat.

Weitere Infos aus dem Beitrag des VDK unter: https://www.vdk.de/deutschland/pages/71083/ein_waldspaziergang_ist_wie_medizin

Infos zum Thema Fatique unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/fatigue/fatigue-index.php#inhalt14

Foto: pixabay

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